Eine Schule, die stark macht.

Start für „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“

Was ist das eigentlich - Courage?

Der überwiegende Teil der Schülerinnen und Schüler der Esther-Bejarano-Gemeinschaftsschule konnte zunächst mit diesem Begriff nichts anfangen. „Ist das etwa Französisch?“, fragten einige.

Nur wenige hatten eine grobe Vorstellung, es könne um so etwas wie „nett zueinander sein“ oder um „Verantwortung“ gehen. Damit lagen die Mutigen, die eine Deutung wagten, nicht falsch. Und zeigten damit gleich Courage, was ja „Mut“ bedeutet.

Start für „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“Bei „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ geht es darum, nicht nur gegen etwas, nämlich gegen Rassismus, Diskriminierung und Vorurteile, gegen Mobbing zu sein. Vielmehr wird das Dagegensein in etwas Positives gewendet. Schule mit Courage bedeutet, sich an der Schule füreinander einzusetzen und aktiv dazwischenzugehen, wenn andere diskriminiert oder schlecht behandelt werden.

Zu diesem Ergebnis kamen die Schülerinnen und Schüler, als die Klassen 5-8 am Donnerstag, den 19.03.26 an einem ersten Projekttag innerhalb ihrer jeweiligen Klassen das Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ kennenlernten. Sie recherchierten über die Idee des Netzwerkes und darüber, wie die Esther-Bejarano-Gemeinschaftsschule Teil dieses Netzwerkes werden kann. Schnell waren die Schülerinnen und Schüler aktiv dabei, andere Schule zu finden, die bereits zum Netzwerk gehören, wie beispielsweise mehrere Schulen in Wiesloch. Ideen für Projekte wurden gesammelt und überlegt, wer ein geeigneter Pate oder eine Patin für das Projekt sein könnte. „Jemand, der ein Vorbild für uns ist“, so wurde immer wieder bei den Vollversammlungen gesagt, die am Freitag, den 20.03.26 in der Aula durchgeführt wurden.

Die Namensgeberin der Schule, Esther Bejarano, welche die Schule im Jahr 2020 persönlich eingeweiht hat, legte bei ihrem Besuch der Gemeinschaftsschule ans Herz, „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ zu werden. Seitdem wird in jedem Jahr eine Antirassismuswoche durchgeführt. In vielfältiger Weise beschäftigen sich die Klassen neben vielen anderen Themen auch mit Esther Bejarano selbst und ihrer eindrucksvollen Lebensgeschichte. Als Überlebende des Holocaust wurde sie bis ins hohe Alter zu einer Botschafterin für Frieden und gegen Rassismus. An mehreren Schulen in Norddeutschland war Esther Bejarano selbst Patin für das Netzwerk, zu dem die Gemeinschaftsschule nun auch aktiv gehören möchte.

C. Ebbinghaus